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Perspektiven für KMU

Der Bundesrat stellte am 06. Januar 2021 in Aussicht, dass Restaurants, Kultur-, Sport- und Freizeitanlagen bis Ende Februar geschlossen bleiben.

Unverständlich ist, dass den betroffenen Branchen keine Perspektiven aufgezeigt werden.

Dies ist sowohl in Hinsicht einer Wiedereröffnung als auch in finanzieller Soforthilfe nicht geschehen. Sollte diese existenzbedrohende Verlängerung umgesetzt werden, so steht auch der Bundesrat in der Pflicht, den betroffenen Unternehmen finanzielle Soforthilfe ohne grosse Bürokratie zu gewähren. Was im Frühling 2020 möglich war, sollte auch jetzt möglich sein.

Auch im Kanton Zürich spitzt sich die angespannte Lage für die KMU zu. Absolut unverständlich ist, warum der Kanton Zürich die Hürde für Härtefallgelder höher als vom Bund vorgegeben gelegt hat, nämlich auf 50 Prozent Umsatzeinbusse, waren es vorher 40 Prozent. Dieser folgenschwere Entscheid soll vom Kanton schnellstmöglich korrigiert und die Hürde gesenkt werden. Der Kanton Aargau hat die Umsatzeinbusse auf 25 Prozent gesetzt.

Von allen Politikern bekommt man immer und immer wieder zu hören, dass eine sofortige Finanzhilfe gesprochen sei. Warum wohl müssen KMU so lange darauf warten?

Abschliessend noch zwei Anmerkungen zur Taskforce des Bundes: Die Zusammensetzung der Taskforce besteht grösstenteils aus Wirtschaftler/-innen im Bereich Medizin, aber auch in Oekonomie oder Recht. .Aber wo sind Praktiker/-innen, ebenso Personen, die auch erfolgversprechende Kritik zu äussern wagen? Es macht daher wenig bis keinen Sinn, wenn sich die Mitglieder/-innen – offiziell oder informell – immer wieder öffentlich zu Wort melden. Dies trägt nur zur Verwirrung oder Angst aller bei. Die Taskforce soll beratendes Organ für den Bundesrat, für die Entscheidungsträger sein.

Gewerbe Verein Wangen-Brüttisellen

Präsident

Joe P. Stöckli